„Süßes Blut“ tut den Nieren nicht gut

Diabetes mellitus steht im Fokus der Kieler NierenWoche vom 19. – 22. September 2018

 

Aus Kohlehydraten, Eiweiß und Fett in der Nahrung gewinnt unsere Körper Energie für die Grundfunktionen der Lebenserhaltung – Herzschlag, Atmung, Verdauung, Gehirntätigkeit -, die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur sowie für körperliche Aktivität. Kohlenhydrate bestehen aus Zucker, den die Zellen mit Hilfe von Insulin aufnehmen. Das Insulin wiederum sorgt für die Weitergabe des Zuckers an die Körperzellen.

Steigt der Zuckerspiegel im Blut an, produziert der Körper in den Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin. Es sorgt dafür, dass der Zucker schnell vom Körper aufgenommen und verwertet wird und aus dem Blut verschwindet. Wird jedoch dauerhaft zu viel Insulin produziert, kommt es zu einem „Hyperinsulinismus“. Der Blutzucker bleibt aber trotzdem hoch, da das Insulin aufgrund der veränderten Rezeptoren keine blutzuckersenkende Wirkung mehr entfaltet. Durch die Überforderung gehen die Insulinproduzierenden Drüsenzellen zugrunde. Der daraus resultierende Insulinmangel führt zur Zuckerkrankheit.

 

Was Diabetes mellitus mit Ihren Nieren zu tun hat

Mehr als 6 Millionen Menschen in Deutschland sind an Diabetes mellitus erkrankt, jährlich kommen etwa 300.000 Neuerkrankungen dazu. Waren früher fast nur ältere Menschen vom sogenannten „Alterszucker“ betroffen, betrifft Diabetes Typ 2 heute zunehmend immer mehr auch Jüngere. Als Ursachen dafür sind neben weiteren Risikofaktoren insbesondere eine oft ungesunde Ernährung – zu fett und zu zuckerreich – sowie mangelnde Bewegung zu nennen. Den überschüssigen Zucker setzt der Körper nicht in Energie um, sondern speichert ihn in Form von Fett. Übergewicht oder Diabetes mellitus Typ 2 sind mögliche Folgen – im Weiteren werden die Blutgefäße geschädigt und diverse Folgeerkrankungen begünstigt. Dazu gehören zum Beispiel Durchblutungsstörungen in Armen und Beinen, Herzinfarkt, Schlaganfall und Störungen der Nieren. Zu viel Zucker im Blut verstopft die Filterporen in den Nieren.

 

Führt ein hoher Zuckerkonsum zu Diabetes?

Der übermäßige Zuckerkonsum wird immer wieder als Risikofaktor für die Zuckerkrankheit in Erwägung gezogen – diskutiert wird ein indirekter Effekt durch Förderung von Übergewicht/Adipositas. Eine bedeutende Rolle wird in diesem Zusammenhang für zuckergesüßte Getränke vermutet. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt 6 Teelöffel Zucker = 25 Gramm pro Tag. Zum Vergleich: Allein in einer Dose Limonade sind durchschnittlich zehn Teelöffel Zucker enthalten!

 

Prävention steht im Vordergrund

Die Prävention von Nierenerkrankungen steht deshalb auch in diesem Jahr wieder im Fokus der Kieler NierenWoche. „Der Zucker, der an die Nieren geht! – das ist das Motto 2018.

 

Die Kieler NierenWoche bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Nieren mittels eines kleinen Tests zu checken. Bestimmt werden die Parameter Blutzucker, Cholesterin und Kreatinin. Dazu wird der Blutdruck gemessen. Ärzte aus den verschiedenen Kieler Facharztpraxen erläutern Ihnen im Anschluss an den Test die Ergebnisse. (Ein Hinweis: Der NierenCheck im Rahmen der Kieler Nierenwoche ersetzt nicht den Besuch beim Hausarzt!)

Zudem können Sie an einer Bioimpedanzmessung teilnehmen und sich zu Ernährungsfragen beraten lassen.

 

Lassen Sie regelmäßig Ihre Gesundheitswerte überprüfen – für Ihre Gesundheit und Ihre Lebensqualität. Sie sollten Ihre Werte kennen!
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Das Programm der Kieler NierenWoche 2018 finden Sie hier.

 

– Veröffentlichungen in Presse –