Prävention und Früherkennung von Nierenkrankheiten

Nierenkrankheiten können in jedem Lebensalter auftreten. Ihre Besonderheit: Sie können über viele Jahre unentdeckt bleiben, da Symptome erst dann auftreten, wenn die Erkrankung bereits weit fortgeschritten ist. Deswegen sind Vorbeugung (Prävention) und Früherkennung in Bezug auf die Nieren besonders wichtig.

Vorbeugung (Prävention) von Nierenkrankheiten

Nur selten hat die Erkrankung der Nieren eine genetische Ursache, meist ist sie die Folge eines ungesunden Lebensstils. Viele Risikofaktoren für Nierenkrankheiten sind somit „hausgemacht“ und können positiv beeinflusst werden. Mit leichten Veränderungen persönlicher Gewohnheiten wird das Leben „nierenfreundlich“:

  • gesunde Ernährung (z.B. mit wenig Kochsalz)
  • genug trinken (ca. 2 Liter täglich)
  • regelmäßige Bewegung
  • Übergewicht abbauen
  • Verzicht auf Nikotin
  • Alkohol nur maßvoll genießen
  • Stress und Hektik reduzieren

Diese Veränderungen zahlen sich schon nach kurzer Zeit aus. Ein gesunder und gut ernährter Körper ist widerstandsfähiger gegenüber zahlreichen Erkrankungen. Die Idee dabei: „Vorbeugen ist besser als heilen!“

Früherkennung von Nierenkrankheiten

Neben einer gesunden Lebensweise ist Früherkennung die beste Möglichkeit, schwerwiegenden Nierenschäden vorzubeugen. Ihr Ziel ist es, Krankheiten in einem Stadium zu diagnostizieren, in dem sie noch mit guten Erfolgsaussichten behandelt werden können. Auch wenn keine Heilung möglich ist, kann oftmals das Fortschreiten der Krankheit aufgehalten werden. Insbesondere bei Nieren ist die Früherkennung entscheidend, denn erkranktes Nierengewebe kann sich kaum regenerieren – es büßt nach und nach seine Filterleistung ein, bis es schließlich zum Nierenversagen kommt. Dann muss das Ersatzverfahren Dialyse die Arbeit der Nieren übernehmen – ein Leben lang.

Beratung mal anders …

Im Alltag ist der einfachste Weg der Gang zum Hausarzt. Er ist der richtige Ansprechpartner, wenn es darum geht, die Ursache für deutliche oder diffuse Symptome abzuklären. Mit einem einfachen Urintest und bei Krankheitsverdacht einem ergänzenden Bluttest kann der Arzt feststellen, ob die Nieren richtig funktionieren oder z.B. eine Infektion vorliegt. Auch kann er auf persönliche Risiken hinweisen, wie Bluthochdruck oder erhöhte Blutzucker– und Cholesterinwerte.


Wenn Sie sich einmal im ganz besonderen Rahmen zu Gesundheitsthemen „rund um die Niere“ informieren wollen, sind Sie herzlich eingeladen zur 15. Kieler NierenWoche!

Das Programm der 15. Kieler NierenWoche

  1. Beratung durch Fachärzte, examiniertes medizinisches Personal und Nierenpatienten
  2. „Nieren-Check“ – Bestimmung persönlicher Risikofaktoren (direkt am Infostand):
  3. Bioimpedanz-Messung: Körperzusammensetzung (Muskeln, Fett, Wasser …)
  4. Ernährungsberatung
  5. Ausstellungen und Infostände:
  • Aufbau der Niere
  • Organspende
  • Organtransplantation
  • Risikofaktor Salz

Alle Untersuchungsergebnisse bekommen Sie kostenlos und direkt vor Ort, um diese mit Fachärzten zu besprechen – ohne Extra-Termin.


Veranstaltungsort und Datum

Die 15. Kieler NierenWoche findet statt am 17. bis 20. September 2014 in der Kieler Holstentörn Einkaufspassage (Richtung Holstenstraße, Aktionsfläche vor dem Karstadt-Eingang)

Öffnungszeit

  • Mittwoch, 17.09.2014 – 11:00 bis 19:30 Uhr
  • Donnerstag, 18.09.2014 – 10:30 bis 19:30 Uhr
  • Freitag, 19.09.2014 – 10:30 bis 19:30 Uhr
  • Samstag, 20.09.2014 – 10:30 bis 15:00 Uhr

Die Ernährungsberatung und Bioimpendanz-Messung ist Montag – Freitag bis 19:00 Uhr und Samstag bis 14:30 Uhr möglich.


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