Symptome einer Nierenerkrankung

Symptome einer Nierenerkrankung

Die Nieren leisten jeden Tag Schwerstarbeit: sie filtern rund 1800 Liter Blut am Tag und sind an der Regulierung vieler wichtiger Körperfunktionen (Blutdruck, Wasserhaushalt …) beteiligt. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist die Entfernung von Giftstoffen aus dem Körper. Da die Nieren als komplexer Filter aus feinsten Strukturen bestehen, sind sie leider anfällig für Schäden. In wenigen Fällen ist die Veranlagung für Nierenerkrankungen vererbt, meist entstehen Schäden fortschreitend im Laufe des Lebens – mit vielfältigen Ursachen.

Erste Symptome einer Nierenerkrankung erkennen

Leider verursachen viele Nierenkrankheiten im Frühstadium (welches einige Jahre dauern kann) überhaupt keine Symptome, oder diese sind so schwach, dass sie kaum wahrgenommen werden. Besonders „alltägliche“ Beschwerden wie Müdigkeit oder Kopfschmerzen werden kaum mit organischen Ursachen in Verbindung gebracht. Daher heißt es „Die Nieren leiden still“, denn Schäden entwickeln sich oft unbemerkt über viele Jahre.

Solange Beschwerden den Alltag der Betroffenen nicht merklich beeinträchtigen, suchen sie keinen Arzt auf oder versuchen sie mit Hausmitteln zu behandeln. Dabei geht wertvolle Zeit verloren, da für eine erfolgreiche Therapie die Früherkennung von großer Bedeutung ist. Denn selbst wenn eine Erkrankung verlangsamt oder aufgehalten werden kann, ist das bis dahin geschädigte Nierengewebe verloren.

Symptome nicht auf die leichte Schulter nehmen

Grundsätzlich gilt: bei Unwohlsein sollte man lieber einmal „zu oft“ zum Arzt gehen. Gerade wenn Beschwerden über einen längeren Zeitraum auftreten oder sich verschlimmern, sollte man sie als Warnsignale des Körpers verstehen.

Die Nieren fallen außer z.B. bei Vergiftungen weder spontan aus, noch machen sie typischerweise durch Schmerzen auf sich aufmerksam. Stattdessen verursachen sie eher unspezifische Symptome, die sich keineswegs auf die Nierengegend beschränken müssen. Typische Anzeichen einer Nierenkrankheit sind:

  • Appetitmangel
  • Bewusstseinsstörungen
  • Blutarmut
  • Bluthochdruck (sowohl Ursache für als auch Folge von Nierenschäden)
  • Brustschmerzen
  • Gewichtsverlust
  • Knochenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Luftnot
  • Müdigkeit
  • Potenzstörungen
  • Schwäche
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Wasseransammlungen

Früherkennung schnell und einfach beim Hausarzt

Ein „Nieren-Check“ beim Hausarzt ist einfach und schmerzlos. Für einen ersten Eindruck genügt ein Urintest, der Aufschluss über die Nierenfunktion und das Vorliegen einer Infektion gibt. Bei einem Krankheitsverdacht schließt sich ein Bluttest an, der genauere Ergebnisse liefert und auf individuelle Risikofaktoren (wie erhöhte Blutzucker- und Cholesterinwerte) hinweist. In unserer westlichen Welt sind Diabetes („Zuckerkrankheit“) und Bluthochdruck die häufigsten Ursachen für Nierenschäden. Erst bei einem auffälligen Befund kommt eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) oder eine Gewebeprobe (Biopsie) in Frage. Sprechen Sie Ihren Hausarzt auf die Möglichkeiten der Früherkennung von Nierenkrankheiten an.


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