Organspende – Ein JA zum Leben!

Kann die Funktion der Nieren nicht durch eine Umstellung des Lebensstils (Ernährung, Bewegung, Stress …) und Medikamente aufrechterhalten oder wiederhergestellt werden, muss sie von Maschinen übernommen werden. Es gibt verschiedene mechanische Blutreinigungsverfahren, die unter dem Begriff Dialyse (griech. dialysis: „Auflösung, Trennung“) zusammengefasst werden. Die Dialyse muss an mehreren Tagen in der Woche durchgeführt werden und dauert mehrere Stunden. In dieser Zeit muss die Dialyse das aufholen, was sonst die Nieren 24 Stunden am Tag leisten. Sie stellt daher immer einen Kompromiss dar, den es nach Möglichkeit zu verhindern gilt.

Motivation für die Organspende

Das wertvollste Geschenk ist und bleibt das Leben. Jeder kann sich glücklich schätzen, der dieses Geschenk ein zweites Mal erhält – in Form eines Spenderorgans. Heute gehören Organtransplantationen zum medizinischen Standard und können die Lebensqualität vieler Patienten deutlich verbessern und Leben retten. Seit 1963 wurden in Deutschland rund 95.000 Organe erfolgreich transplantiert, davon waren 62.000 Nieren.

Mangel an Spenderorganen

Doch dem Fortschritt werden durch den Mangel an Spenderorganen leider Grenzen gesetzt. Bundesweit warten rund 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Täglich sterben drei von ihnen, weil es nicht genügend Spender gibt. Nierenkranke warten im Schnitt 5-6 Jahre auf eine Spenderniere – für viele Patienten ist das zu lang. Das JA zur Organspende ist ein JA zum Leben.

Farbe bekennen mit einem Organspendeausweis

Unabhängig davon, ob man sich für oder gegen eine Organspende entscheidet oder nur bestimmte Organe spenden möchte: Ein Organspendeausweis schafft Klarheit und nimmt es Angehörigen ab, sich im Sinne des Verstorbenen entscheiden zu müssen. Wichtig ist, seine Angehörigen schon zu Lebzeiten über die eigene Entscheidung zur Organspende zu informieren, da es z.B. im Falle eines Unfalls passieren kann, dass der Organspendeausweis sonst nicht beachtet wird.

Die persönlichen Daten werden nirgends registriert, so dass eine einmal getroffene Entscheidung jederzeit geändert werden kann, indem man einen neuen Ausweis ausfüllt und den alten vernichtet. Wer einen Organspendeausweis bei sich trägt, kann sicher sein, dass seine Entscheidung respektiert wird.