Sie sollten Ihre Werte kennen

Warum? Die Nieren leiden still.

Bevor Erkrankungen der Niere sich durch Symptome bemerkbar machen, können sie jahrelang unentdeckt bleiben. Dadurch werden viele Organe in Mitleidenschaft gezogen und oft irreparabel geschädigt. Die Niere ist unter anderem die lebensnotwendige „Kläranlage“ des Körpers und ihre Funktion steht in unmittelbarem Zusammenhang mit anderen Organen. Gerade weil Volkskrankheiten wie z.B. Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht heute so normal erscheinen, werden sie als Risikofaktoren völlig unterschätzt. Das kann dramatische Folgen haben, denn bei Nierenversagen können nur noch die zeitraubende Dialyse oder gar eine Transplantation helfen.

Eine kranke Niere ist keine Alterserscheinung. Immer mehr Kinder und Jugendliche haben heute mit Nierenproblemen zu kämpfen und legen bereits in frühen Jahren unbewusst den Grundstein für eine vermeidbare Leidensgeschichte.

In jedem Alter: Die Nieren im Blick haben

Eine unkomplizierte Beratung und Untersuchung verrät Ihnen, wie es um Ihre Nieren bestellt ist. Während der Kieler NierenWoche können Sie Ihre persönlichen Werte beim „Nieren-Check“ kostenlos bestimmen lassen und sich rund um das Thema Niere bei medizinischem Fachpersonal und Patienten informieren. Sie bekommen die Untersuchungsergebnisse sofort ausgehändigt und erläutert, ohne weiteren Termin.

Nieren-Check: Welche Werte werden gemessen?

  • Kreatinin
  • Cholesterin
  • MDRD
  • Blutzucker
  • Blutdruck
  • BMI (body mass index)

Was sagen die Messergebnisse aus?

Kreatinin
Kreatinin wird in den Muskeln gebildet, im Blut transportiert und über die Nieren ausgeschieden. Wenn die Funktion der Niere eingeschränkt ist, steigt der Kreatinin-Spiegel im Blut. Dieser hängt auch von der körperlichen Aktivität ab. Wer wenig Muskelmasse hat (Ältere, Bettlägerige … ), bildet wenig Kreatinin, wer aktiv ist (körperliche Arbeit, aber auch bei Fieber … ), fördert damit die Produktion. Gesunde Nieren gleichen jede Schwankung aus. Abweichungen von den Normwerten weisen auf eine Funktionsstörung hin.

Cholesterin
Das Cholesterin ist ein lebensnotwendiger Alkohol und ein Hauptbestandteil der Zellen. Als Vorstufe vieler körpereigener Stoffe (Gallensäure, Vitamin D, Hormone) wird es vom Körper selbst gebildet. Nur ein geringer Anteil wird durch die Nahrung aufgenommen. Eine krankhafte Steigerung des Cholesterinspiegels ist eine behandlungsbedürftige Stoffwechselstörung. Man geht davon aus, dass ein hoher Wert z.B. das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigert.

MDRD
Ein Wert für die Nierenfunktion, der schnell mit einer Formel (Modification of Diet in Renal Disease, MDRD-Study, 1999) anhand individueller Faktoren bestimmt wird.

Blutzucker
Der Blutzuckerwert gibt den Glucose-Spiegel im Blut an. Bei Diabetes („Zuckerkrankheit“) ist dieser dauerhaft erhöht. Ein nicht behandelter Diabetes schädigt alle Organe und kann zu Erblindung, Amputation, Nierenversagen und Herzinfarkt führen.

Blutdruck
Der Blutdruck ist der Druck einer Pulswelle, der auf die Innenwände der Blutgefäße wirkt. Die Angabe des Blutdrucks erfolgt als Verhältnis zwischen systolischem (höchstem Wert in der Herzauswurfphase) und diastolischem Blutdruck (minimalem Wert in der Herzfüllungsphase) der auf Herzhöhe (meistens am Oberarm) gemessen wird. Laut der Deutschen Hochdruckliga e.V. liegt der ideale Blutdruck bei 120/80 mmHg.

BMI (body mass index)
Der BMI (Körpermasseindex) wird anhand einer Formel berechnet, die Körpergewicht und Körpergröße in eine Beziehung zueinander stellt. Da er individuelle Faktoren wie Statur und Muskelmasse nicht berücksichtigt, stellt er nur einen Richtwert dar.

Die Berechnungs-Formel

Körpergewicht in kg
————————–            = BMI.
Größe in m x Größe in m

Das Normalgewicht liegt im Bereich von 20-25

Alter          optimaler BMI
19-24                   19-24
25-34                   20-25
35-44                   21-26
45-54                   22-27
55-64                   23-28
älter als 65          24-29

Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit & lernen Sie Ihre persönlichen Risiko-Faktoren kennen.

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